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„Ich habe Granatsplitter angefaßt: Die waren noch warm!"

 „Da kommen mir all' die Erinnerungen, wenn ich den Geschenk-Film ansehe: Die Kriegs-Aufnahmen von den abgeschossenen Flugzeugen, die heruntergekommen waren: Die Flugzeuge lagen auf Feldern.

Wracks, aus denen manchmal noch Rauch rauskam. Oder all die Ruinen von den Bombardierungen. Die Frauen hatten in den 30er Jahren genau solch eine Kleidung und solch eine Haartracht mit so Schnecken an der Seite. Jahrgang 1936

 Mein Vater war Jahrgang 1889. 1914/1918 war der noch als Soldat an der Front eingezogen gewesen. Er war ein sehr guter Schütze. Im Ersten Weltkrieg war er einmal auf Fronturlaub daheim in Günterscheid. Sein Gewehr, einen normalen Karabiner K98, hatte er dabei.

Vor seinem Haus kommt er mit einem Nachbarn ins Gespräch. Der weist ihn auf ein Reh auf einem Hügel gegenüber hin. Immerhin ein paar hundert Meter entfernt: „Wenn ich soweit weg wäre wie das Reh da, dann könntest Du ruhig auf mich schießen.

Treffen könntest Du mich auf die Entfernung ja eh nicht!“ Mein Vater stutzt, legt sein Gewehr an, drückt ab: PAFF! Da kippt das Reh um: Flatsch liegt es da! Sein Nachbar erstarrt: „Peter, ich würde keinen Finger mehr hinhalten, wenn Du auf mich zielen würdest. Auf welche Entfernung auch immer!“

Als dann Ende 1944 die Fronten näher kamen, da wurde er noch zum Volkssturm einberufen. Manchmal sagte er abends zu uns:

 "Diese Nacht muß ich wieder fort..."

Nachts war ab 1943 immer häufiger Alarm. Der Himmel war dann bald voller Christbäume. Dann kamen die viermotorigen Bomber der Alliierten. Das dunkle Dröhnen dieser schwer beladenen Flugzeuge werde ich nie vergessen. Einmal haben die Deutschen einen erwischt. Der zog noch eine Schleife und geriet ins Trudeln.

Wir als kleine Jungens - oder Pimpfe - wie man damals sagte, haben zugesehen, bis der große Bomber in einen Hang gerast. Das war oben bei Hallerbach.

Die Wehrmacht hat dann das Gelände kurz darauf großräumig abgesperrt.

Es war kein Rankommen möglich. Die Besatzung war dabei auch umgekommen.Ein anderes Mal habe ich im Wald ein Funkgerät aus einem viermotorigen Bomber gefunden. Es besaß ein Aluminium-Gehäuse. Daheim habe ich es dann auseinandergenommen.

Die feindlichen Flugzeuge, das waren die ersten Boten, daß die Front näherrückte. Je mehr Flugzeuge der Alliierten unterwegs waren, desto schlechter sah es für die Wehrmacht aus.

Wir sahen einmal am hellichten Tag, wie ein paar Lightning-Flugzeuge die neue Wiedtalbrücke angriffen.

Das war eine große Brücke für die Autobahn A 3, die erst 1940 erbaut worden war. Im Steilflug flogen die runter und klinkten ihre Bomben aus. Die Brücke wurde getroffen. War allerdings noch nicht zerstört. Zerstört wurde sie dann von Wehrmachtseinheiten, die es wegen der Brücke von Remagen mit der Angst bekommen hatten.

Nachdem wir diese punktgenauen Treffer gesehen hatten, haben wir von nun an die Lightnings gefürchtet: Wenn wir die sahen, liefen wir weg. Vor denen hatten wir höllisch Respekt!

Bei den Wehrmachts-Soldaten, die in unserem Dorf einquartiert waren, habe ich im Frühjahr '45 wiederholt den Spruch "Auf, auf Kamerad! Zurück, Marsch, Marsch!" gehört. Das war deren Galgenhumor im Angesicht des Zusammenbruchs. Der Zusammenbruch des Dritten Reichs zeichnete sich ja immer mehr ab, auch wenn das Viele bis unmittelbar zum Ende noch nicht recht wahrhaben wollten.

Es kommen mir all‘ die Erinnerungen, wenn ich diese Geschenk-DVD für den Johann daheim auf meinem Fernseher sehe."
Von Hermann Josef Saal, Rederscheid

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