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 „Och Gott, es war schon schön damals...!"

„Hottentotten-Musik: Das sagte die ältere Generation in den 50er/60er Jahren noch zu Rock ,n‘ Roll. Auf dem amerikanischen Sender RIAS konnten wir damals alles hören: Elvis, Twist und die Beatles. Meine Mutter mochte die Beatles. Das ist mein eigener Geburtsjahrgang:

Wenn ich den Jahrgangs-Film „Unser JAHRGANG 1950 vom Baby bis zum Twen“ sehe, dann kommen bei mir all‘ die Erinnerungen hoch: 

Bockspringen, das machten die Kinder noch: Herrlich! Gummitwist, den habe ich auf dem Schulhof gesehen. Der Twist-Tanz hingegen war nicht so mein Fall, er war mir zu schnell.

Die Parkett-Böden daheim: Das kleinkarierte Parkett, das in den Wohn- und Ess-Zimmern dazumals verbreitet war. Man konnte als Kind so schön darauf spielen. Und das war zwar kleinteilig, aber richtig dick. Das konnte man deshalb x-mal abschleifen, bis man auf den Zementboden stieß. Das ist doch heute nur noch eine dünne Oberfläche.

Lederhosen: Die waren haltbar!

Ich hatte deshalb auch eine Lederhose, weil ich so oft hinfiel.
Die ganzen Neubauten in den 1950er Jahren: Die waren schon damals sehr häßlich, weil so funktional.

Blockflöten: Es gab die guten Moldenhauer- und die guten Moeck-Blockflöten. Ich habe noch heute welche von meinen eigenen Kinder.


Die Mauer in Berlin:

Ich lebte von meinem 8. bis 22. Lebensjahr in Berlin. 1961 bin ich zur Mauer gelaufen, um mir das anzusehen. Das war fürchterlich beklemmend.

Auf der anderen Seite wohnten Onkel und Tante. Meine Nichte war aber im August 1961 bei uns. Die mußten wir nachher wieder zu ihren Eltern „zurückschleusen“.

Berlin hatte damals in seiner Abkapselung Gemeinschaftsgeist, heute herrscht auch dort nur noch Besitzerstolz.
Mercedes: Der gute Stern auf allen Straßen.

Hier nun auf einer Fahrt zum Gardasee Ende der 50er Jahre: Da ist schon erster Wohlstand.Die Studentenproteste: Die habe ich Ende der 60er Jahre in Berlin selbst erlebt.

Ab 1969 war an der Uni für Medizin eingeschrieben. In der ersten Zeit konnten jedoch keine Klausuren geschrieben werden, denn die Hörsäle und Seminare wurden alle bestreikt.

Ich habe aber auf einem Stipendium studiert und wollte die deswegen mitschreiben. Doch die Polizisten, die das Hörsaal-Gelände abriegelten, liessen mich nicht durch, denn sie hatten Angst, daß ich als Streikbrecherin eingestuft werden würde, und es zu Ausschreitungen käme.

Hosen für Mädchen und Frauen:

Als Kleines hatte ich schon im Herbst/Winter Hosen getragen. Und halt die besagten Lederhosen. Doch für Mädchen galten Hosen als unanständig. Wenigstens bis 1969, denn da habe ich an meiner Schule Abitur gemacht.

Um modisch zu erscheinen, war die Länge der Röcke und die Weite der Hosen wichtig. Und ob die Hosen Schlag hatten.

Plateausohlen: Die waren 1971 „in“.

Damit sind aber auch viele umgeknickt und hatten dann Gelenk-Brüche. Wenn in dem Jahrgangs-Film hier das Teenie-Mädchen mit dem Gehgips sehe, dann mutmaße ich ‘mal, daß ihr das gut passiert sein könnte.Die großen Fleischesser damals: Ohne Fleisch war das kein echtes Essen.


Wenigstens beim Hauptgang gehörte immer Fleisch mit dazu.Fernsehen Ende der 60er Jahre: Wir hatten keinen Fernseher daheim, als ich in der 12. Klasse war. Deswegen konnte ich in der Schule oft nicht mitreden. Auch die Lehrer sprachen öfters über Fernseh-Sendungen.

Da hat meine Mutter 1968 schließlich einen alten Schwarz-Weiß-Fernseher angeschafft. Als wir denn hatten, hörte schlagartig das Spielen auf: MIKADO wurde links liegen gelassen. Immerhin wurde ich so letztendlich nicht mehr schief angesehen:


Was, Ihr habt keinen Fernseher...?!‘

Das Make-up Anfang der 70er Jahre: Da muß ich mich auch erinnern, wenn ich im Film diese Party-Mädchen sehe: Das Make-up war viel auffälliger als heutzutage: Schwarze Balken und Wangenrouge haben die sich damals dick aufgetragen. Das ist heutzutage professioneller und dezenter.

Das erste Auto: Meines bekam ich schon mit 19!

Ein Fiat 600. Von meiner Mutter, die sehr früh Witwe geworden war. Damit sollte ich sie und meine Oma zum Einkaufen kutschieren. Später bin ich damit zu meinem Verlobten bis nach Bonn gefahren. Och Gott, es war schon schön damals mit dem ersten Auto! Ich war mit 20 schon verlobt.

Das sind nun alles etwas wehmütige Eindrücke:

Ja, damals ...  Doch ich meine das etwas anders. Nicht: Damals war schön, aber heute nicht mehr. Sondern eher: Heute ist schön. Und damals war auch schön! Die Zeiten haben sich geändert. In den 50er Jahren mußte man mehr leisten. Damals galt noch: Durchkommen, sich behaupten, leiste ‘was und sieh‘, was dabei herumkommt!

So war das in den 1950er Jahren.

Auch im wesentlichen noch in den 1960er Jahren. Bei uns zu Hause herrschte eh Disziplin.Später in den 70er und 80er Jahren änderte sich die Einstellung der Menschen, das war dann eine richtige Genußwelle ab Ende der 80er und in den 90er Jahren. Das habe ich sehr deutlich gespürt, als ich 1988 nach einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt zurück nach Deutschland kam:

Welch‘ ein Wandel, der da in der Zwischenzeit stattgefunden hatte.

Viele Menschen strahlten dieses, ich nenne es einmal „Erlebe was!“ aus.Geld wurde wichtiger als Bildung. Das war in den 1950er und 60er Jahren noch anders.

Da herrschte noch ein anderer Ethos. Derzeit scheint das Pendel wegen der Wirtschaftskrise wieder zurückzuschwingen: Überall werden nun Nähkurse angeboten. Neulich hörte ich an der Supermarkt-Kasse, daß junge Mädchen sich treffen, um gemeinsam Plätzchen zu backen.

Das wäre doch alles vor ein paar Jahren noch gekauft worden: Wer hätte sich denn die Mühe gemacht, so etwas selbst zu fabrizieren?!Man fängt nun langsam wieder an, selbst zu leisten, statt immer nach Anderen wie dem Staat zu rufen.

Auch bei den heutigen Jugendlichen ist das nicht mehr alles selbstverständlich. Das Leben scheint doch in Wellen, in Sinuskurven zu verlaufen.

Das alles geht mir durch den Kopf, wenn ich den Film von meinem Geburtsjahrgang sehe.

Dieser Film hat mir viel Freude bereitet. Ich werde in Kürze noch einen zweiten kaufen, um ihn meiner Freundin zu schenken, die hat in drei Monaten Geburtstag. Die ist auch Jahrgang 1950.“

"Den werden wir uns dann gemeinsam bei ihr ansehen und uns einen netten Abend machen.“
Dr. Petra Hornschild, Berlin u. Rheinbreitbach

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