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Zeitzeugen

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Ostfront 1943 Dorfstraße Landbevölkerung
 

"Ostfront Februar 1943: Der Beinahe-Volltreffer"

Kurz nach der Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad. Männer unserer Aufklärungsabteilung waren in Pervomaskoje eingeschlossen. Pervomaskoje war ein Dorf oder besser Fleck mit knapp zwei Dutzend Häusern. Es hatte im Verlaufe der Kämpfe schon mehrere Male den Besitzer gewechselt: Wehrmacht - Rote Armee - Wehrmacht - Rote Armee ... Jetzt im Februar 1943 bekam unsere Panzerkompanie den Auftrag, die Kameraden herauszuholen. Ein leichter russischer Panzer vom Typ T-70 wird abgeschossen. Daraufhin zieht sich der Gegner zurück. Mit mehreren Panzern stehen wir am Dorfrand und sichern. Auf einmal setzt starker Beschuß durch feindliche Werfer ein. Unser Panzer erhält einen Treffer direkt vor meinem Fahrersehschlitz.
Die Abdeckung der Kette ist zum Teil zerfetzt worden, hängt herunter. Auch die montierten Ersatzkettenglieder sind abgesprengt, und der Kinoblock im Sehschlitz ist zersplittert. Mit Vollgas sind wir sofort hinter die Häuser am Dorfrand zurückgefahren. Wenn der Treffer lediglich einen Meter weiter hinten eingschlagen hätte, dann wäre das ein Totalverlust für den Panzer und uns fünf Mann gewesen.
Als die Dunkelheit anbricht, wird das Dorf Pervomaskoje geräumt. Mehrere Scheunen voll mit Stroh brennen. Ihre Feuer beleuchten den Rückweg. An unserem Maybach-Motor sind zwei Ventile abgerissen: Meterlange Feuerstrahlen schiessen aus dem Auspuff. Der Instandsetzungstrupp (I-Trupp) behebt die Treffer-Schäden in den folgenden Tagen.

Gerhard Ehrke f.d.R., 23683 Scharbeutz OT Haffkrug
 

"Ostfront Ukraine 1943: Knapp am Tod vorbei"

Ukraine Ende Februar 1943: Unsere Division rückt auf den Donez, den Kleinen Don vor: Noch einmal Angriff. Das Ziel unserer Panzerkompanie ist das ukrainische Dorf Tschepel. Plötzlich Treffer rechts! Weiterlesen...


 Ostfront Russland 1943 Weltkrieg Soldaten

"Ostfront: Rauchen im Krieg ist schnell tödlich"

März 1943: Unsere Kompanie sucht in der Dämmerung Schutz in der Gallinowa-Schlucht. Mit meinem Kameraden Theo Pullmann bin ich auf Posten oben auf der östlichen Seite der Schlucht. Die Hauptkampflinie (HKL) ist nicht weit entfernt. Immerhin Feindeinsicht ist nicht möglich. Einer von uns zündet sich mit dem Feuerzeug eine Zigarette an und gibt auch dem Anderen mit dem Glimmstengel Feuer. Als unsere Köpfe wieder auseinander- und zurückgehen, gibt es einen kleinen Knall in dem hinter uns stehenden Baum. Ein Explosivgeschoß ist genau zwischen unseren Köpfen hindurch in den Baum eingeschlagen. Zwei bis Drei Sekunden vorher wäre es ein Kopfschuß für einen von uns beiden gewesen. Kamerad Theo aus Köln fällt ein halbes Jahr später bei einem russischen Artillerieangriff im Gebiet zwischen Charkow und Schwarzem Meer.

Gerhard Ehrke f.d.R., 23683 Scharbeutz OT Haffkrug

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