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1952: Ich war 17, als ich auf dem Feld voll zu arbeiten anfing

 

Mit einer großen Sichel haben wir das Getreide am Feldrand direkt neben dem Zaun abgehauen. Auch dort, wo anschliessend die Maschine herfuhr, damit es von der nicht plattgefahren wurde. Oder von den vier Mann, die bündelten, plattgetreten wurden.

 

Dann kam die Maschine und legte bündelweise das Getreide ab.

 

Ich habe von der Mähmaschine aus die Garbe gesteuert!

 

Die Mäh-Maschine wurde von einem Pferd gezogen. Unser Pferd, die Meta, die war pitschnass geschwitzt, wenn sie das Feld gemacht hatte. Die Meta ging durch, die machte keinen Halt. Die ging so lange, bis ich "Hüh!" sagte.

Vier Mann waren nötig zum Bündeln und gingen hinter der Mähmaschine her.

 

Die Meta mit einem Pflug war gleichsam fernsteuerbar. Sie haute ab, ohne daß man sie antreiben musste.

 

Unerschütterlich - welch ein Ackergaul!

Meta war ein Mittelding, kein Kaltblüter. Ein eher leichtes Tier. Sehr zäh und treu

 

So konnte sie ganz allein das Feld pflügen. Allerdings: An jedem Ende vom Feld stand einer von uns und hat sie zurückgeschickt zum Anderen für die nächste Furche. Dafür mußte von uns einzig der Pflug umgedreht werden, dann ging es wieder zurück. Wir mußten nur eingreifen, wenn der Pflug auf dem Feld von einem Stein absprang.

 

Viele hatten ein Gespann mit 2 Tieren.

 

Erst bei meinem Schwiegervater lernte ich die Vorteile eines Traktors kennen. Der besaß nämlich einen FAHR.

 

Auf dem FAHR-Traktor kam ich mir vor wie ein König. Ich war richtig stolz.

 

Denn nun konnte man in aller Ruhe die Runden drehen und mußte nicht mehr das Pferd dirigieren.

 

Ein Nachbar schrie kräftig, das heißt,  zwei Dörfer weit, mit seinem Pferd herum, weil sein Pferd Max nicht immer so wollte wie er.

 

Ich hätte ganz Rederscheid abmähen können, wenn ich da mit dem hochmodernen FAHR-Trekker angekommen bin. So einfach war die Arbeit mit dem Traktor auf einmal geworden und so viel Lust auf die Landarbeit bekam man damit.

 

Wir hatten bis in die frühen 60er Jahre auch noch

 

+ den Pferdepflug

+ Grubber bzw. Kultivator

+ die Drillmaschine

+ den Düngerstreuer

+ die Mähmaschine mit Ableger

+ die Pferdeharke

+ die Spitzdreschmaschine

+ die Windfege

+ die Breitdreschmaschine

 

Früher da hattest Du immer am laufenden Band Arbeit bis abends halb Acht / Acht durch.

 

Heute als nunmehr Rentner geht die Zeit ja noch viel schneller herum, man glaubt es kaum:

 

"Kinder, wie die Zeit vergeht!"

 

Hermann Josef Saal, Rederscheid