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Das Attentat und die Geiselnahme

Die Zäsur findet in den frühen Morgenstunden des 5. Septembers 1972 statt:

Ein arabisches Kommando dringt in das Olympische Dorf in den Trakt der israelischen Mannschaft ein, veranstaltet ein Blutbad und bringt zwei der Israelis um. Weitere neun Israelis nimmt es als Geiseln.

 

Dieses Kommando „Schwarzer September“ will mit seinem Anschlag das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf die Situation der Palästinenser lenken.


In den späten Abendstunden des 5. Septembers sind alle neun israelischen Geiseln, ein deutscher Polizeibeamter und fünf der arabischen Geiselnehmer tot.

 

Drei der arabischen Geiselnehmer werden lebend gefangengenommen. Die junge Bundesrepublik Deutschland hat sich als unfähig erwiesen, diesem Anschlag vorzubeugen und ihr angemessen entgegenzutreten.

 

"Am 6. September 1972 ruhen zeitweise alle Wettkämpfe"
Die 11 getöteten israelischen Sportler sind:

David Mark Berger
Ze'ev Friedman
Yossef Gutfreund
Eliezer Halfin
Josef Romano
André Spitzer
Amitzur Schapira
Kehat Shorr
Mark Slavin
Yakov Springer
Mosche Weinberg

 

Stattdessen findet eine offizielle Trauerfeier vor rund 77.000 Menschen im Olympia-Stadion statt. Der scheidende IOC-Präsident Avery Brundage verkündet zur Erleichterung Aller: „The games must go on!“ Die Spiele müssen weitergehen. Diese 20. Olympischen Sommerspiele sind zugleich die letzten Spiele seiner Amtszeit.

Über den verbleibenden fünf Wettkampf-Tagen liegt nichtsdestotrotz ein Schatten der Trauer. Bei allem Ehrgeiz und Enthusiasmus sind es nicht mehr die leichten und unbeschwerten Spiele der ersten neun bis zehn Tage.

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