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So erlebten Touristen und Zuschauer die olympischen Spiele 1972 in München

Von den Zuschauern.
Weit über eine Million sind es insgesamt während dieser 16 Tage vom 26. August bis zum 10. September 1972.
Von überall aus Deutschland, Europa und der Welt kommen sie nach München.
Auf eigene Kosten, oder weil sie bei einer Lotterie ein Zuschauer-Karte für einen Wettkampf gewonnen haben.

Viele von diesen Menschen haben einen Fotoapparat dabei, mit dem sie Fotos machen. 1972 sind das meistens schon Farbfotos. Negativ-Bilder oder gar Dias auf Kodachrome, Kodacolor, Ektachrome, Agfacolor, Agfachrome, Perutz oder Fuji-Film. Einige der Stadion-Besucher oder Olympia '72 Besucher haben auch Filmkameras dabei. Damit drehen sie Schmalfilme der Formate Normal 8, Super 8 oder 16 mm.

 

40 Jahre später sind diese Filme außer den 16 oder 35 mm Wochenschau-Filmaufnahmen wichtige Film-Dokumente der Olympischen Sommerspiele '72. Denn die Qualität etlicher analoger MAZ-Aufzeichnungen hat zum Teil stark nachgelassen. Die Magnetisierung hat sich abgeschwächt. Manche MAZ-Bänder lassen sich gar nicht mehr abspielen. Denn der hauchdünne Kunststoffträger oder die Magnet-Beschichtung hat sich begonnen zu verformen oder aufzulösen.

 

Die historischen Farbfilm-Aufnahmen dieser olympischen Spiele
auf den Schmalfilm-Formaten Normal 8, Super 8, 16 mm

 

haben hingegen überlebt. Oft sogar in hervorragender Farbqualität. Je nachdem, ob der seinerzeitige Amateur- oder Dokumentar-Filmer im August und September 1972 auf Agfacolor oder Kodachrome oder einer anderen Filmsorte gedreht hat.

 

Auf dieser Website finden Sie einige Videos bzw. Filmausschnitte aus diesen mittlerweile historischen Olympia-Amateurfilmen. TRIANOmedien konnte sie in zeitaufwendigen Film-Recherchen ausfindig machen und erwerben. Oder bekam sie übereignet. Etliche entstammen auch einer Kooperation mit Thomas Feyrer und seinem Olympia-Film-Archiv.

 

Die historischen Original-Filme sind archiviert, digitalisiert, dann digital geschnitten
worden

und können so den künftigen Generationen davon künden, wie die
XX. Olympischen Spiele 1972 in München & Kiel wirklich abliefen.

 

Denn die privaten Filmer haben bei diesen Spielen oftmals andere Perspektiven als die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten oder Wochenschau-Kameraleute gewählt.
Zum einen waren sie nicht auf bestimmte Stadionbereiche angewiesen, zum anderen konnten sie
wesentlich freier entscheiden, was und wen sie wo aufnahmen.
Sie hatten ja keine Fernseh- oder Kamera-Regie im Nacken, die sagte, wo sie draufzuhalten hatten.

 

Außerdem waren sie im Stadion und draußen im Olympia-Park und auch im Olympischen Dorf näher an den anderen Zuschauern und Besuchern dran.

Die Atmosphäre dieser Spiele konnten zehntausende Amateur-Filmkameras insofern direkter, hautnäher und vielfältiger dokumentieren als ein paar hundert analoger MAZ und einige Dutzend Filmkameras, die fast ausschliesslich auf die Wettkämpfer und die Funktionsträger bei den Ansprachen gerichtet waren.
Wenn Sie Amateurfilme der Olympischen Spiele besitzen, dann nehmen Sie bitte mit TRIANOmedien Kontakt auf.

 

Das wahre Leben bei diesen '72er Olympischen Sommerspielen pulsiert

nicht nur unter den Infrarot-Meßkameras und Zielkameras
der wenigen parallel laufenden Wettkämpfe.

 

Sondern auch in der Innenstadt von München. Auf den Zubringern zum Olympiagelände. Im Olympia-Park. Im Olympischen Dorf. Vor den Eingängen zu den olympischen Stadien. An den Souvenir-Ständen. In den olympischen Restaurants. Auf den Tribünen. Auf der Spielstraße. Auf der Medienstraße. Auf dem Olympia-See. Auf dem Olympia-Berg. Auf dem Olympia-Turm. Auf den Wegen zwischen den einzelnen Wettkampfstätten. In der Begegnung mit vielen Menschen aus aller Herren Länder. Auch am 5. September, am Tag des Massakers im Olympischen Dorf. Der engagierte Amateur filmt hier auch die Polizei, die Zuschauer, die Unsicherheit und das Drumherum. Auch am Ende der Schluß-Zeremonie.


Es ist „in“, in diesem Sommer '72 nach München zu pilgern.

Hier hat man den Puls am Takt der Zeit.
Wenigstens drei Wochen lang

 

Das heißt für die Dauer der Spiele: Immerhin 16 Tage lang. Und für ein paar Tage vorher voller Erwartung und Vorfreude und das Ausklingenlassen anschliessend.

 

Damit möglichst viele ausländische Touristen nach München kommen, gibt es seit 1970 / 1971 offizielle Tourismus- und Olympia-Filme der Stadt München und der Veranstalter.
Die sollen im Ausland in den Kinos als Vorprogramm und im Fernsehen laufen.
Diese Werbefilme heissen „München lädt ein“ oder „Eine Stadt bereitet sich vor“.

Diese Filme zeigen ein idealtypisches Bild von München und Deutschland.
Der unbedarfte Zuschauer gewinnt den Eindruck, daß München von jungen bis jugendlichen Menschen bevölkert wird: Eine attraktive junge Frau mit langen blonden Haaren, Schlaghosen oder Minikleid und allen anderen zeitgenössischen Accessoires ausstaffiert, fährt mit einem Buggy durch den Olympiapark. Von Baustelle zu Baustelle.

Der letzte Schrei inmitten hochmoderner Umgebung:

 

Alles ist im Werden begriffen. Pylonen, Fassaden und Stockwerke ragen jeden Tag etwas weiter empor in den Himmel.

 

Und das Appartement, in dem dieser Prototyp einer deutschen Studentin vom Sommersemester 1971 sich entspannt, ist hell, weiß und modern eingerichtet. Und liegt im ebenfalls strahlend-weissen Olympia-Dorf.

 

So versucht München '72 Touristen anzulocken

 

Allzu gerne wird von offizieller Seite darauf hingewiesen, daß „München eine Stadt der Jugend“ ist: 41,5 % Einwohner seien noch nicht einmal 30 Jahre alt. Bei insgesamt 1,4 Millionen Einwohnern können die 23.000 Studenten der Münchner Ludwig Maximilian-Universität auch nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein. Aber sie stellen das größte Hostessen-Potenzial für die Zeit der Olympischen Spiele. In vorderster Front die Sprach-Studentinnen aus aller Herren Länder.

 

Jung, weltoffen, tolerant

ist das neue Image, das gegen die altbekannten deutschen Klischees aufgebaut werden soll:

Streng, humorlos, diszipliniert

Die Eigenschaften der in den 1920er Jahren geborenen Eltern-Generation der Teenager und Twens des Jahres 1972 sind im Erscheinungsbild nicht mehr erwünscht. Für die Planung und Umsetzung des Großprojektes „Olympia-Stadt München 1972“ sind Arbeits-Disziplin und Verzicht jedoch unumgänglich. Ansonsten könnten die Termine nicht eingehalten werden. Das wiederum ist auch nicht erwünscht.

 

Denn die XX. Olympischen Sommerspiele zu München sollen zwar Leichtigkeit und Heiterkeit ausstrahlen. Aber bei aller Beschwingtheit auch exakt wie ein Uhrwerk ablaufen. Natürlich locker und zugleich präzis. Keine Selbstverständlichkeit.

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