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Die Vorgeschichte zu den olympischen Spielen 1972 in München

Erst 1952 hatten die Deutschen als Sportler wieder an Olympischen Spielen teilnehmen dürfen.
1960 konnte der einstige Achsen-Partner Italien bereits wieder Gastgeber zu den Olympischen
Winterspielen in Cortina d'Ampezzo sein.

1960 dann auch zu den Olympischen Sommerspielen in Rom. 1964 waren die einst "angeschlossenen"
Österreicher die Gastgeber der Olympischen Winterspiele in Innsbruck. Und 1964 war die vormalige
Achsenmacht Japan der Gastgeber der Olympischen Sommerspiele in Tokio.

 

Doch es hatte noch weitere acht Jahre dauern sollen, bis
Deutschland wieder salonfähig wurde und Gastgeber-Land sein durfte

 

Und die junge Bundesrepublik hat alles, aber auch alles vermeiden wollen, um Erinnerungen
an die Olympischen Sommerspiele von 1936 in Berlin zu wecken.

 

Die Olympiade und die Sommerspiele von 1972 sollten
alle bisherigen Spiele in den Schatten stellen.
Vor allem aber die Spiele von 1936

 

  • Das galt für die Architektur der Wettkampf-Stätten an allen Austragungsorten,
    insbesondere vom Olympia-Stadion.
  • Das galt für die Dekors: Farben, Formen und auch Uniformen des offiziellen Personals.
  • Das galt für den gesamten Auftritt: Von der Touristen-Werbung im Ausland, über die
    Inszenierung der Spiele im Stadion bis hin zu den offiziellen Sicherheitsmaßnahmen während der Spiele.

 

Dieser enorme Gestaltungswille hat dann den Sommer-Spielen seinen ganz besonderen
Stempel aufgedrückt, und ihnen

 

ein jugendlich-modernes Flair gegeben,
das vorher so nicht vorstellbar gewesen war:

 

Die "heiteren und leichten" Spiele

 

sollten es werden und wurden es auch. Doch es fiel ein scharfer Schatten auf diese Spiele.
Ein Schatten, der auf tragische Weise Erinnerungen an die Zeit des Dritten Reichs weckte.


Und auf einmal war der zeitliche Abstand von immerhin gut 27 Jahren zum Kriegsende aufgehoben.
Weggewischt. Und da war sie wieder die Angst, die Ohnmacht und der vielfache Tod.

 

Zurück zur Vorbereitung der XX. Sommerspiele nach neuer Zeitrechnung.

  • Am 28. Oktober 1965 verkündete Willi Daume dem Oberbürgermeister von München Hans-Jochen Vogel, daß er sich für die Bewerbung von München als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 1972 einsetzen werde.
  • Am 20. Dezember 1965 sprach sich der Stadtrat von München einstimmig dafür aus, die Bewerbung um die Ausrichtung der XX. Olympischen Spiele einzureichen.
  • Am 26. April 1966 bekam das NOK der Bundesrepublik Deutschland den Zuschlag für die Sommerspiele 1972 in München.
  • Aus dem eh für den Farbfernseh-Empfang ab 1967 notwendigen Fernseh-Turm wurde der künftige Olympia-Turm.
  • 1967 war bereits der deutsche Pavillon auf der EXPO und Weltausstellung Montreal ein Vorläufer des Olympia-Stadions in München.
  • 1967 ging der erste Preis im Olympia Architektur-Wettbewerb an Prof. Günter Behnisch.
  • 1967 nahm die Olympia-Baugesellschaft OBG ihre Arbeit auf. 400 Baufirmen mit 7.500 Arbeitern und 550 Architekten und Ingenieuren gingen ans Werk.
  • 1968 war der Startschuß für die Vorarbeiten auf dem Oberwiesenfeld:Europas größter Baustelle.

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